Berliner Meisterschaften Frauen | U18 | U16 am 06./07.06.2026 in berlin Hohenschönhausen
Fette Beute für unseren KSV90: 3 x Gold | 3 x Silber | 1 x Bronze
Für unsere Athletinnen und Athleten des KSV90 war das ein sehr erfolgreiches Meisterschaftswochenende im Sportforum Hohenschönhausen.
Zu Beginn und bei noch angenehmen Temperaturen startete Kathrin Kovacic über 5000m der Frauen und belegte in 18:56,32 min den 5. Platz.
Während bereits am Samstag Elisa Semmler im Sprint über 100m Berliner Vizemeisterin wurde und die 4x100m-Staffel der Startgemeinschaft Nord-Ost in der Altersklasse U16 mit Charlotte Heser und Elisa Semmler ebenfalls Berliner Vizemeisterinnen wurden, ging am selben Tag noch die Bronzemedaille an die 4x100m-Staffel der U18 mit Sol Mendoza Krämer und Sophia Semmler.
Am Sonntag dann der Paukenschlag: Zunächst lief Charlotte Heser über die 80m-Hürden im Finale auf den 2. Platz und wurde Berliner Vizemeisterin, dann sprang Emanuel Mikhaiel im Hochsprung mit 1,60m zum Titel als Berliner Meister, Aristid Berger wurde im Weitsprung mit 5,30m Berliner Meister und Charlotte Heser lief in schnellen 45,80 sec über die 300m-Hürden ebenfalls zum Titel als Berliner Meisterin.
Aber auch Teresa Gramberg im Speerwurf (4. Platz) und über 300m Hürden (7. Platz), Marlene Lesti im Hochsprung (6. Platz) und über 800m (6. Platz) sowie Sophia Semmler über 200m (27. Platz) und 400m (11. Platz) zeigten sehr gute Leistungen - wenn sie auch nicht direkt auf dem Podest standen.
Das intensive Training der letzten Monate hat sich für unsere Athletinnen und Athleten gut ausgezahlt und das Trainerteam ist hoch erfreut über die Früchte der Arbeit! Gestärkt blicken wir nun auf die in 14 Tagen anstehenden Norddeutschen Meisterschaften in Lübeck.
Die Wettbewerbe im Einzelnen
W14
Elisa Semmler sorgte am 1. Wettkampftag gleich für die erste Medaille des Teams. Im Sprint über 100m musste sich Elisa zunächst im Vorlauf gegen die Konkurrenz von weiteren 19 Mädchen ihrer Altersklasse durchsetzen um unter die besten Acht zu kommen, die später ins Finale einziehen. Ihren Vorlauf meisterte Elisa dann souverän in 12,95 sec (bei zulässigem Wind von 1,6 m/sec) und erzielte mit dieser Zeit die zweitbeste Vorlaufzeit und stand sicher im Finale. Dieses wurde dann ca. 2 Stunden später ausgetragen und die Anspannung beim gesamten Team wuchs deutlich, als Elisa in den Startblöcken saß. Wie schon im Vorlauf sprintete Elisa von Beginn an souverän an der Spitze des Feldes mit und musste sich am Ende nur einer Athletin vom LAC Berlin geschlagen geben. Mit 13,13 sec war dieser Lauf von Elisa zwar langsamer als der Vorlauf, aber sie holte sich den Titel der Berliner Vizemeisterin.
Am zweiten Wettkampftag stand für Elisa bei den Einzeldisziplinen der Weitsprung auf dem Programm. Hier haderte sie allerdings mit dem Anlauf, so dass der erste und zweite Sprung jeweils wegen Übertretens ungültig waren. Letztlich war der 3. Versuch dann eher mit Sicherheit gesprungen, aber 4,49m reichten bei der Konkurrenz der 14 Springerinnen leider nicht aus, um in das Finale der besten Acht zu kommen und drei weitere Versuche absolvieren zu können. Am Ende erzielte Elisa den 10. Platz in dieser Disziplin.
In dieser Altersklasse war auch Marlene Lesti am Start. Zunächst absolvierte Marlene den Hochsprung. Die Anfangshöhe von 1,35 m meisterte Marlene problemlos, doch die nächste Höhe (1,40m - das wäre zugleich eine neue persönliche Bestleistung gewesen) riss Marlene jeweils knapp. In der Konkurrenz der sieben angetretenen Athletinnen belegte sie den 6. Platz.
Am Nachmittag ging es dann für Marlene auf die Rundbahn. Im 800m-Lauf bei teils böigem Wind teilte sich Marlene das Rennen gut ein und kam nach 2:42,72 min auf dem 6. Platz ins Ziel. Insgesamt waren 10 Läuferinnen am Start.
W15
Den Auftakt in dieser Altersklasse machte Teresa Gramberg im Speerwurf. Acht Teilnehmerinnen stellten sich mit dem 500g schweren Speer der Konkurrenz. Nach 5 relativ konstanten Versuchen zwischen 27m und 29m traf Teresa im letzten Wurf nochmal einen deutlich besseren Abwurf und erzielte eine Weite von 31,13m. Damit verfehlte sie um 60cm den Bronzeplatz und erreichte den 4. Platz der Konkurrenz.
Am 2. Wettkampftag stand für Charlotte Heser der Sprint über 80m-Hürden auf dem Programm. In zwei Vorläufen starteten insgesamt 14 Sprinterinnen; für das Finale qualifizierten sich die acht Zeitschnellsten. Hochkonzentriert ging Charlotte im 1. Vorlauf an den Start und kam mit einer Zeit von 12,32 sec als 2. ins Ziel. Dies war auch insgesamt die zweitschnellste Zeit in den Vorläufen. Leider war die Windunterstützung mit 2,1m/sec knapp über dem Zulässigen, so dass diese Zeit nicht für Bestenlisten gewertet werden kann.
Im Finale konnte Charlotte dann sogar noch eine Schippe drauflegen. In schnellen 12,14sec zauberte sie einen technisch sauberen Hürdensprint auf die Bahn und kam wiederum als zweitschnellste ins Ziel. Nur leider war auch bei diesem Rennen die Windunterstützung mit 4,0m/sec deutlich über dem zulässigen Wert. Auch wenn diese Zeit wiederum nicht für Bestenlisten gewertet werden kann, hat Charlotte den Titel der Berliner Vizemeisterin sehr verdient.
Der Langsprint über 300m-Hürden war für Charlotte Heser die zweite Disziplin an diesem Tag. Insgesamt 11 Sprinterinnen traten in 2 Zeitläufen gegeneinander an. Charlotte ging mit der schnellsten Meldezeit ins Rennen - allerdings hatten zu diesen Zeitpunkt noch nicht alle Konkurrentinnen eine Meldezeit über diese Distanz, so dass die Spannung groß war, ob Charlotte die Spitzenposition auch im Rennen umsetzen konnte. In einem technisch wieder sehr sauberen Rennen konnte Charlotte am Ende die Konkurrenz im 1. Zeitlauf klar auf Distanz halten und lief am Ende nach 45,80 sec mit einer neuen persönlichen Bestleistung ins Ziel. Im 2. Zeitlauf war keine der Athletinnen schneller, so dass Charlotte am Ende als Siegerin feststand und den Titel der Berliner Meisterin tragen darf. Zudem trug sich Charlotte mit dieser Leistung auf Platz 6 der aktuellen Deutschen Bestenliste ein.
Auch Teresa Gramberg trat über 300m-Hürden an und konnte ebenfalls mit neuer persönlicher Bestleistung von 49,96 sec den 7. Platz erzielen.
WJ U16
Den 1. Wettkampftag beendeten fast schon traditionell die Staffeln über 4 x 100m. Unsere Athletinnen starten hier in der Startgemeinschaft Nord-Ost. Für den KSV90 dabei waren Charlotte Heser und Elisa Semmler. Insgesamt traten 7 Staffeln der Berliner Vereine gegeneinander an. Die vereinsübergreifenden Staffeltrainings der letzten Wochen, die wir im Kissingenstadion durchgeführt haben, zeigten ihre Wirkung. Alle drei Wechsel klappten hervorragend und in schnellen 50,58 sec liefen die vier Mädels (gemeinsam mit Emilia Preidl vom TSC Berlin und Frida Falkenberg vom SV Preussen) als 2. Staffel ins Ziel und wurden Berliner Vizemeisterinnen.
WJ U18
Auch in dieser Altersklasse konnten wir in der Startgemeinschaft Nord-Ost eine Staffel stellen. Für den KSV90 dabei waren Sol Mendoza Krämer und Sophia Semmler. Fünf Staffeln traten gegeneinander auf der Rundbahn an. Gemeinsam mit Surya Marie Reuther und Julia Gippert (beide TSC Berlin) holte das Quartett in 51,65 sec die Bronzemedaille.
In den Einzeldisziplinen dieser Altersklasse war Sophia Semmler beim Langsprint über 400m dabei. Mit 67,89 sec erlief sie in der Konkurrenz der 13 Läuferinnen den 11. Platz.
Über 200m sprintete Sophia in 28,92 sec auf den 27. Platz. Insgesamt waren in dieser Disziplin 32 Sprinterinnen angetreten.
Frauen
Den allerersten Wettkampf an diesem langen Wochenende bestritt Kathrin Kovacic im Lauf über 5000m. Die 12,5 Runden lief sie in 18:56,32 min und erzielte damit im Frauenfeld den 5. Platz.
M14
Aristid Berger ging am 1. Wettkampftag im Langsprint über 300m auf die Bahn. Dieser Lauf wurde nur in der höheren Altersklasse M15 ausgetragen, so dass Aristid sich im Feld der älteren Konkurrenz bewähren musste. Dies gelang ihm aber sehr gut. Mit 40,55 sec sicherte er sich in der Konkurrenz der 13 Athleten den 5. Platz und war schnellster der im feld angetretenen M14-Sprinter.
Am 2. Wettkampftag war Aristid Berger noch in zwei Disziplinen unterwegs. Zunächst stand der Weitsprung auf dem Programm. 12 Athleten waren angetreten und Aristid ging mit der drittbesten Meldeweite ins Rennen. Und er machte es spannend. Mit 4,81 m im 1. Versuch und einem ungültigen Sprung im 2. Versuch war der Einzug ins Finale der besten Acht vor dem 3. Sprung nicht sicher. In diesem gelang ihm dann aber ein besserer Absprung und für Aristid wurden 5,04 m gemessen. Zu dem Zeitpunkt wäre das Platz 3 gewesen. Im 4. Versuch wieder unter 5m gelandet und im 5. Versuch mit 5,07 m zwar leicht verbessert, ging Aristid weiterhin auf dem 3. Rang in den 6. und letzten Versuch. Diesmal gelang ihm ein guter Sprung und nach kurzem Bangen stand fest: mit 5,30m setzte er sich von der Konkurrenz leicht ab. Am Ende sprang keiner der beiden bis dahin vor ihm Platzierten weiter und so ging Aristid als Berliner Meister aus dem Wettkampf. Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass der Sprung wegen zu starker Windunterstützung (3,1m/sec) nicht in Bestenlisten eingehen wird.
Im Lauf über 800m konnte Aristid am Nachmittag des 2. Wettkampftages im Feld der 9 angetreten Läufer mit einer Zeit von 2.24,10 min einen guten 5. Platz behaupten.
Emanuel Mikhaiel ist bei diesen Meisterschaften einzig im Hochsprung angetreten. In einem kleinen Teilnahmefeld mit nur 4 Athleten übersprang Emanuel zunächst die Höhen von 1,45m | 1,50m | 1,55m und 1,60m jeweils im 1. Sprung. Bei der nächsten Höhe von 1,64m standen noch zwei Springer am Anlauf. Emanuel riss letztendlich alle drei Versuche. Allerdings überwand der andere Athlet auch die 1,64m nicht und so waren beide höhengleich. Für die Wertung sind bei Höhengleichheit die Fehlversuche entscheidend und hier hatte Emanuel keine aufzuweisen, während der Konkurrent einen bei 1,60m hatte. Somit stand nach einer kleinen Zitterpartie fest, dass Emanuel als Berliner Meister aus diesem Wettbewerb hervorgeht.










